Erfolgreiche Turnierteilnahme unserer U11/2
Es gibt diese Samstage im Mädchenfußball, die riechen nach Sonnencreme, warmem Kunstrasen und Würstchen mit Pommes und Waffeln. Und genau das gab es am Samstag, den 23.5. beim hervorragend organisierten Turnier des Dümptener TV. Besten Dank an den Gastgeber!
30 Grad. Kein Schatten. Dafür Mädchenfußball in seiner schönsten Form: wild, laut, chaotisch und voller Geschichten, die montags auf dem Schulhof größer erzählt werden als jedes Champions-League-Finale.
Die U11-2 Juniorinnen spielten ein Turnier, das irgendwo zwischen Sommerfest, Hitzeschlacht und Fußballmärchen lag. Drei Siege, drei Unentschieden. Kein einziges Spiel verloren. Dafür jede Menge rote Köpfe, aufgeheizte Fußballschuhe und Eltern, die irgendwann nur noch mit leeren Wasserflaschen am Spielfeldrand standen und aussahen, als hätten sie selbst drei Spiele absolviert.
Das legendärste Spiel?
Natürlich gegen die Spielvereinigung Schonnebeck. Ein Spiel wie gemalt für Kinderfußball-Romantik. Chancen ohne Ende. Erst Pfosten. Dann Latte. Dann wieder irgendwie knapp vorbei. Der Ball wollte einfach nicht ein zweites Mal rein. Fußball kann manchmal ein kleiner gemeiner Zaubertrick sein. Und wie es dann eben so ist, fiel auf der anderen Seite nach einem Solo noch das 1:1. Große Enttäuschung für ungefähr 13 Sekunden, dann ging es weiter. Nächste Trinkpause. Neues Spiel. Neue Abenteuer. Und endlich die erhofften Siege.
Der große Moment kam gegen den SV Hamborn 90. Zum ersten Mal in dieser Saison gewann das Team nach zwei Niederlagen gegen Hamborn, und zwar mit einem herrlichen 2:0 nach 12 Minuten. Das 1:0 war dabei ein echter Teamfußball-Moment: Annelotte spielte den entscheidenden Pass auf Nila, die cool blieb und zur Führung einschob. Danach spielte Rosa einen Traumpass, Kapitänin Reena startete durch und jagte den Ball traumhaft ins Tor. Kurz darauf jubelten alle über die Turnierplatzierung, während die Sonne weiter alles wegbrutzelte, was nicht schnell genug unterm Pavillon verschwinden konnte.
Und natürlich lebte dieses Turnier von seinen Figuren.
Da war Lene, die den ganzen Tag lief, passte und schoss, als hätte sie heimlich einen zweiten Akku eingebaut bekommen. Dauerläuferin bei 30 Grad. Clara kämpfte sich mit ordentlich Tempo durchs Mittelfeld und ließ dabei Gegnerinnen regelmäßig ziemlich ratlos zurück. Neuzugang Linn spielte, als wäre sie schon seit Jahren Teil dieses wilden Haufens. Gegen teilweise zwei Jahre ältere Gegnerinnen hielt sie mit beeindruckender Ruhe dagegen.
Hinten verteidigten Bo, Gundula und die zentralen Abwehrspielerinnen alles weg, was sich bewegte. Körper einsetzen, Abfangen, Hinterherlaufen, Fußball mit absolutem Einsatz. Gundula schlug dazu Ecken hinein, bei denen selbst den Eltern kurz die Sonnencreme in der Hand stockte. Annelotte war überall aktiv. Vorne gefährlich, hinten stabil, zwischendurch vermutlich noch fürs gute Mannschaftsklima zuständig.
Und dann war da natürlich Leni. Eigentlich hauptsächlich damit beschäftigt, sich über ihre brennenden Füße auf dem heißen Boden zu beschweren. Gleichzeitig schoss sie aber Abschläge über den halben Platz, bei denen man kurz überlegen musste, ob der Ball vielleicht doch einen kleinen Reisepass braucht.
Mittendrin an der Seitenlinie: Max, Sohn von Benjamin und Co-Trainer für einen Tag. Motivieren, anfeuern, jubeln, Max war überall. Als Belohnung für den zweiten Platz ließ er sich am Ende drei Eimer Wasser über den Kopf kippen.
In diesem Moment vermutlich der glücklichste Mensch auf der gesamten Sportanlage, direkt vor denjenigen, die ihre Füße endlich in kaltes Wasser halten konnten.
Überhaupt spielten Wassereimer an diesem Tag eine größere Rolle als jede Taktiktafel. Köpfe wurden hineingesteckt, Abkühlungen gefeiert, gemeinsam bis zwölf gezählt und zwischendurch der gordische Knoten gelöst. Warum genau? Das weiß wahrscheinlich niemand mehr so richtig.
Aber genau das ist Kinderfußball.
Am Ende bleibt nicht nur Platz zwei. Es bleibt dieser völlig abgedrehte Sommertag voller Teamgeist und Kinderlachen. Die Geschichten von den Aluminiumtreffern gegen Schonnebeck. Die Tore gegen Hamborn. Die brennenden Füße. Die Wassereimer.
Und dieses wunderbare Gefühl, dass Mädchenfußball manchmal einfach das schönste Hitzeerlebnis der Welt ist.


