„Wir wollen das Beste aus der neuen Saison machen“

13041257_1126416570722014_2261702620641933537_o
Neues Dreigestirn: Sven Pickhardt, Marcus Folgner und Dirk Wessels (von links nach rechts).

Wir haben für euch ein großes Interview geführt. Alle Aussagen von unserem neuen Trainer Marcus Folgner sowie Sven Pickhardt und Dirk Wessels haben wir hier für euch. Viel Spaß beim Lesen!

Marcus, was sind deine ersten Assoziationen mit dem SV Raadt?

Marcus Folgner, künftiger Cheftrainer: Ich habe meine ersten drei, vier Seniorenspiele damals für den SV Raadt gemacht! Ansonsten kenne ich den Verein durch einige Freunde die hier gespielt haben. Aktuell habe ich natürlich die gute Jugendarbeit im Kopf, außerdem die letzten Aufstiege mit dem Gang der Ersten Mannschaft in die Kreisliga A.

Tatsächlich hat sich der Verein in den letzten Jahren sehr über seine gute Jugendarbeit identifiziert. Ist das ein Weg, der auch dir liegt?

Folgner: Ich finde: Sehr. Ein Verein sollte immer von Jugendspielern profitieren. Jugendarbeit wird schließlich dafür gemacht, um die Spieler zu Senioren auszubilden und oben zu integrieren. Das finde ich sehr wichtig.

Auch unsere Erste Mannschaft hat einen jungen Kader. Wie schätzt Du das Team ein?

Folgner: Ich habe sie in dieser Saison schon einige Male gesehen. In der Mannschaft steckt auf jeden Fall viel Potential. Wenn sie im Kern zusammenbleibt und über ein paar Jahre zusammenspielt, werden wir noch viel Freude mit ihr haben.

Wie würdest Du deine kurzfristigen und langfristigen Ziele definieren?

Folgner: Mein kurzfristiges Ziel ist es natürlich, die Mannschaft und das Umfeld kennenzulernen und mir einen Eindruck von den Spielern zu verschaffen. Das langfristige Ziel ist es, die Mannschaft weiterzuentwickeln und damit die gute Vorarbeit von Sven fortzusetzen.

Sven, wie würdest Du deine neue Tätigkeit als Sportlicher Leiter beschreiben?

Sven Pickhardt, aktueller Cheftrainer und künftiger Sportlicher Leiter: In den vier Jahren, in denen ich Cheftrainer der ersten Mannschaft war, hat mir die Sportliche Leitung immer etwas gefehlt. Dirk unterstützt uns außerhalb des sportlichen Bereichs sensationell und hat mir viel Arbeit abgenommen. Dadurch kam die Idee auf, dass wir diese Abteilung zusammen führen und unsere Stärken einbringen wollen: Dirk im kaufmännischen und organisatorischen Bereich, ich im sportlichen. Wir wollen Marcus Folgner und den anderen Seniorentrainern ein guter Partner sein und sie unterstützen, aber auch mal korrektiv eingreifen. Wir verstehen uns als ein Team.

Dirk Wessels, Seniorenobmann: Ich habe mich bisher um das Kaufmännische gekümmert und das funktioniert auch ganz gut. Wenn es aber zu konkreten Aufgaben im Sportlichen Bereich kommt – beispielsweise die Trainersuche – dann fehlt mir der Draht in den Mülheimer Sport. Sven ist somit derjenige, der in diesem Bereich die richtige Ergänzung zu mir ist.

Wie kam der Kontakt zu Marcus zustande?

Pickhardt: Wir haben uns bei seinem ersten Spiel für die Zweite Mannschaft des VfB Speldorf kennengelernt und an der Seitenlinie guten Kontakt gehabt. Manchmal ist es im Leben so, dass der erste Eindruck durchweg positiv und sympathisch ist. Also haben wir nachgehakt und gefragt, ob er sich das Traineramt in Raadt vorstellen könnte.

Was waren eure Kriterien an den neuen Trainer?

Pickhardt: Uns war wichtig, dass er eine Lizenz und somit eine gewisse Ausbildung was das Führen von Mannschaften angeht vorweisen kann. Außerdem sollte er bereits Erfahrungen im Junioren- sowie im Senioren-Bereich gesammelt haben und somit unseren Weg weiterführen. Der dritte Aspekt war das menschliche. Vom ersten Gespräch an konnten wir uns gut vorstellen, dass wir mit Marcus zusammenarbeiten wollen. Er erfüllt alle Kriterien und so waren wir uns sicher, dass er der richtige Mann für uns ist.

Wessels: Wir verkörpern in Raadt bestimmte Werte, die ich auch mit in den Verein eingebracht habe. Marcus steht für diese Werte. Das ist neben der qualitativen Ausbildung das wesentliche Element gewesen. Wir haben nichts davon, einen super ehemaligen Kicker zu haben, der aber andere Glaubenssätze hat als der SV Raadt.

Welche Werte sind das im Einzelnen?

Wessels: Fairness, Sportlichkeit und Respekt untereinander sowie gegenüber anderen.

Pickhardt: Wir wollen eine Mannschaft betreuen, die sportlich mithalten kann, aber sich auch intern gut versteht. Unsere Spieler sollen das Trikot und das Wappen des SV Raadt in der Öffentlichkeit repräsentieren. Wir wollen sagen können: Da stehen wir hinter.

Wessels: Unsere Mannschaft soll einen guten Eindruck machen. Wir wollen keine Truppe, die Spiele gewinnt, aber unsympathisch rüberkommt.

Kommen wir wieder zum Sportlichen. Marcus, wie würdest Du deine Spielidee beschreiben?

Folgner: Ich muss mir natürlich erst ein genaueres Bild von der Truppe machen. Ich bevorzuge das 4-2-3-1-System, mache meine Taktik aber auch immer abhängig vom Gegner. Ich kenne in der Kreisliga A fast alle Mannschaften und kann durchaus bewerten, wie stark die Gegner sind und ob wir auf besondere Spieler treffen. Mein Ziel für die nächste Saison ist aber, dass die Gegner sich auch ein bisschen mehr nach uns richten sollen.

Wann wäre die nächste Saison ein Erfolg?

Wessels: Wenn es uns gelingt, die große Zahl der guten A-Jugendlichen, die in die Senioren hochkommen, erfolgreich zu integrieren und sich die Mannschaft sportlich einen Schritt nach vorne entwickelt.

Pickhardt: Aktuell müssen wir uns erst einmal darum kümmern, dass wir die Klasse halten. Schön ist aber, dass Marcus zugesagt hat – egal ob in der Kreisliga A oder B. Wir wollen über die nächsten Jahre hinweg gute Arbeit leisten und so für Bedingungen sorgen, mit denen der Verein sich irgendwann nach oben orientieren kann. Wir formulieren aber kein Aufstiegsziel oder ähnliches, das wäre vermessen. Im Moment stehen zwölf ehemalige Jugendspieler im Kader der ersten Mannschaft – wenn Marcus diesen Weg fortführt, wäre das ein guter Erfolg.

Folgner: Das Primärziel ist es, Spaß zu haben und in einem Dreierteam das Beste aus der Saison zu machen. Auch mir liegt es am Herzen, die vielen Jugendlichen in die Mannschaft zu integrieren. Erfolg mache ich aber nicht abhängig vom Tabellenplatz. Alles andere wird sich zeigen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *